In unserer Veranstaltungsreihe „MQV-Einblicke – Quantenwissenschaften vor Ort erleben“ präsentieren wir im Oktober
Was Quanten mit Zeit, Rauschen, KI und Kommunikation zu tun haben
Am Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts (MPL) in Erlangen erforschen Wissenschaftler:innen aus der ganzen Welt grundlegende Aspekte der Wechselwirkung zwischen Licht und Materie. Dazu gehören unter anderem Quantenoptik und Quantentechnologien wie Quantenkommunikation und Quantencomputing. Bei der Veranstaltung geben Forschende des MPL Einblicke in ihre Arbeit. In seinem Vortrag zeigt Prof. Florian Marquardt, Direktor am MPL, auf, wie künstliche Intelligenz helfen kann, bessere Quantencomputer zu entwickeln. Anschließend ordnet Prof. Christoph Marquardt die Bedeutung Erlangens als Knotenpunkt der nationalen und europäischen Quanteninfrastruktur ein. Er erläutert die Technologie hinter der Testinfrastruktur des Erlanger Applikationszentrums, das Mitte Oktober vom Bayerischen Wirtschaftsminister eröffnet wird. Bei den anschließenden Labortouren stellt Dr. Pascal Del’Haye den Forschungsschwerpunkt seiner Gruppe ›Mikrophotonik‹ vor. Die Gruppe entwickelt photonische Mikrochips, die zu den Schlüsseltechnologien der modernen Datenverarbeitung zählen. Ihre geringe Größe und die gleichzeitig extrem schnelle Verarbeitung von Daten im Vergleich zu elektronischen Komponenten macht sie zu wichtigen Bestandteilen in den Quantentechnologien, beispielsweise in optischen Atomuhren von unvorstellbarer Präzision. Auch die Forschungsgruppe ›Quantenstrahlung‹ von Prof. Maria Chekhova öffnet ihre Labore. Sie erläutert, was man unter gequetschtem Licht versteht und welche Arten von Quantenlicht sie erzeugen können. Sie erklärt dessen enorme Bedeutung für künftige Quantentechnologien. Außerdem demonstriert sie, welche Rolle das Rauschen bei der Erforschung von Quantenlicht spielt – und wie sie den Rauschpegel beherrschen kann.
Der Vortrag am MPL beginnt um 18:00 Uhr und endet gegen 19:00 Uhr. Die anschließenden Labortouren enden gegen 19:45 Uhr. Alle Veranstaltungsräume – einschließlich der Labore – sind barrierefrei zugänglich.
Aufgrund der begrenzten Kapazitäten vor Ort können wir leider nicht allen Vortragsbesucher:innen eine Laborführung anbieten. In jedem Falle benötigen wir bei der Anmeldung für jede einzelne Person eine funktionsfähige E-Mail-Adresse für den Versand der Eintrittskarte und von Veranstaltungserinnerungen.